Donnerstag, 4. Juni 2009

Pfingsten 2009 rund um Schwäbisch Hall

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Genau 244,4 Autokilometer sind es von uns zu Hause bis nach Braunsbach am Kocher. Gewandert sind wir seit 2005 aber bestimmt mehr als doppelt so viel bis zu diesem Ort.

Wir übernachteten in der ersten Nacht auf einem Campingplatz direkt am Fluss und wissen nun: jetzt sind wir in Schwaben. Denn Morgens am Bäckerwagen konnte man "Seelen" statt Brötchen kaufen.

Die Einwohner nennen ihre Gegend übrigens Hohenlohe.

Am Ortsausgang zeigte ein Steinmetz seine Kunst.
Das Gesicht kennt man doch von irgendwoher...?

Noch mehr Kunst, diesmal direkt auf dem Radweg. Der Jakobsweg führte bei dieser Strecke entlang des Kocher-Jagst-Radweges. Solche Abbildungen auf dem Asphalt fanden wir alle paar Kilometer. Jede anders, aber alle so langgestreckt dargestellt, dass die Proportionen von Weitem wieder normal erschienen.

Kunst am Bau? Die Autobahnbrücke über das Kochertal ist 185 m hoch, unvorstellbar. Uns wurde bloß vom Hochschauen schon ein wenig schwindelig. Später, als wir mit dem Auto drüber fuhren, war sie nicht halb so spektakulär. Ich habe mehr als zwanzig Fotos von ihr gemacht, weil sie mir so sehr imponierte.

Heckenrosenknospe - wilde Schönheit am Wegrand.


An diesem Schloss wie aus dem Märchen liefen wir in Eltershofen vorbei. Es gehört einem Grafen, der ganz bestimmt einen Gärtner beschäftigt.

Hier verlief der Weg am Hang der Talwand entlang eines alten, zerfallenen Aquädukts. An dieser Stelle ging es rechts und links ganz schön tief hinunter - ohne Geländer!

Erste Ansichten von Schwäbisch Hall, in das ich mich Hals über Kopf verliebt habe.
Irgendwie habe ich anscheinend ein Ich-will-sofort-hierher-ziehen!-Gen.

Mittelalterliches Fachwerk und immer wieder der Fluss - schön!


Dies ist die Treppe zum Landratsamt. Warum der Esel da wohl nicht hinauf will?

In Hall wurde grad gefeiert. Die alten Salzsiederfamilien begingen ihr alljährliches, dreitägiges Brunnen- und Kuchenfest. Alles war auf den Beinen, und immerzu wurde geschossen - mit Kanonen, mit Vorderladergewehren und auch noch mit anderen Gewehren. Es war uns entschieden zu laut!

Endlich eine Rast, bei Longer und Radler - allerdings auf der ebenfalls lauten Kirmes unten am Platz bei der alten Salzquelle.

Seit langer Zeit schon wird hier kein Salz mehr gewonnen, aber wir haben am Abend in dem Wasser der Quelle gebadet, im Solebad bei 30°, herrlich!


Zum Abschied präsentierte sich uns aus der Ferne die Großcomburg im Stadtteil Steinbach, ein ehemaliges Benediktinerkloster und heutige Landesakademie und Museum.

Von noch weiter weg sahen wir auch diese Ansicht von Schwäbisch Hall. Aus der Traum von mittelalterlicher Gemütlichkeit und von moderner Kunst und Kultur. Hall mit seinen 36.000 Einwohnern wird nämlich auch die kleinste Kulturmetropole Deutschlands genannt. Trotzdem soll es Leute geben, die halten Schwäbisch Hall nur für eine Bausparkasse. Auf jeden Fall waren wir uns einig: hierher kommen wir bestimmt noch mal zurück!

Und schon im darauffolgenden Ort, in Rosengarten-Tulla stand das nächste Schloss. Es ist auch in Privatbesitz und kann besichtigt werden.

Endlich Rosen in Rosengarten! Diese Büsche standen im Ortsteil Uttenhofen.

Außerdem machten wir hier Rast in einer unscheinbaren Pizzeria an der Hauptstraße. Leute, wenn ihr nach Uttenhofen kommt, geht Pizza essen. Ich mag Pizza eigentlich gar nicht so gern, doch wir waren zehn Minuten vor Feierabend da, und meine Gemüseantipasti wären zeitlich zu aufwendig gewesen. Aber diese Pizza! So einen köstlichen Boden, so dünn, knusprig und zart mit großen Blasen am Rand habe ich noch nie gegessen.

Und in Rosengarten-Rieden lehnte sich ein schmunzelnder Engel müde an einen Stein.

Die Vierbeiner blieben unter sich.

Dieses Haus am Bibersbach mit dem prachtvollen Vorgarten grüßte uns zum Abschluss unserer Etappe.

Füße kühlen!


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